Barzahlung in Deutschland


#1


#2

DarĂŒber ist ja andernorts schon viel gesagt worden. Die Datenerhebung der Bundesbank-Studie fand vor zwei Jahren statt. Kontaktlos-Zahlungen sind nicht ausreichend berĂŒcksichtig. (Girocard kontaktlos wĂŒrde vermutlich auf Pos. 1 landen.)


#3

Ist natĂŒrlich mit Vorsicht zu genießen, Absender ist die DK. Aber die Geschwindigkeitsmessung (Folie 24) zeichnet ein Ă€hnliches Bild. Allerdings ergĂ€nzt um echte Messwerte einer Girocard kontaktlos.


#4

Zu dem Thema habe ich gleich nochmal eine Frage:

Wie unterscheiden sich die Kosten fĂŒr den HĂ€ndler zwischen Kontaktlos und mit Pin bezahlen?

Und gibt es einen Grund warum so viele FinTechs auf Lösungen von Mastercard und nicht auf das Girocard system setzen? In Deutschland gibt ja leider noch hÀufig den Fall, dass Mastercards nicht akzeptiert werden (Apotheke, kleine HÀndler, Restaurant, etc.)


#5

Das wird zum grĂ¶ĂŸten Teil daran liegen, dass Girocard so gut wie nur in Deutschland akzeptiert wird und MasterCard & Visa so gut wie weltweit. Und wenn, dann machen sie es eben gleich richtig. :wink: :smiley:


#6

Das bedeutet fĂŒr mich in Deutschland aber leider das man ein zweites Konto mit einer Giro Karte braucht oder eben recht viel Geld im Portemonnaie.


#7

Oder, dass man LĂ€den weitestgehend meiden, wenn sie MasterCard & Co. nicht akzeptieren. :wink:


#8

Das finde ich tatsÀchlich die schlechteste Option :wink:


#9

Ich nicht. :wink: :slight_smile:


#10
  • E-Commerce
  • Push-Nachrichten
  • konfigurierbare Sicherheitsmerkmale
  • internationale Akzeptanz

Das sind vier Vorteile der Mastercard. Als N26 an den Start ging, hat Mastercard ein neues Produkt eingefĂŒhrt: die Debit-Mastercard. Ein Großteil der modernen Funktionen wie Konfigurierbarkeit per App und Echtzeitnachrichten basiert auf der technischen Plattform von Mastercard. Mit Girocard sind viele dieser Funktionen nicht in dieser Art möglich.

Wenn ich als Bank ein Produkt fĂŒr den europĂ€ischen (und dann spĂ€ter Welt-) Markt entwickeln wĂŒrde, wĂŒrde ich auch nichts ins Girocard-System investeieren.


#11

Ja, da stimme ich zu. Ich werde jetzt auch nicht die Brötchen bei einem großen Filialisten kaufen, nur weil der Kartenzahlung anbietet, wenn die Brötchen des BarzahlbĂ€ckers einfach besser schmecken.

Ich entscheide als erstes nach der QualitĂ€t des Produkts und des HĂ€ndlers. Und bei der “HĂ€ndlerqualitĂ€t” ist Kartenakzeptanz nur einer von vielen Faktoren.


#12

Danke, das klingt einleuchtend.

Wie liegt der Fall bei Maestro Karten? Die haben ja einige der Vorteile von Mastercards aber sind mit Girocards kombinierbar. WĂ€hlt HĂ€ndler dann selber welchen Dienst er bevorzugt?


#13

Das sind jetzt zwei paar Stiefel. Die EU-Regulierung sagt, dass Zahlungsnetzwerkbetreiber sich nicht dagegen wehren können, wenn ein Issuer zwei konkurrierende Marken auf eine Karte packen will. Mastercard + Visa wÀre so also auch denkbar.

Der andere Punkt ist die Anwendungsauswahl beim Bezahlen. Hier sagt die Regulierung, dass der Kunde wĂ€hlen können muss. Man hat sich mit dem Handel allerdings arrangiert und handhabt es so, dass der HĂ€ndler eine Vorauswahl treffen kann, also z.B. Girocard, weil das fĂŒr ihn gĂŒnstiger ist als Maestro. Der Kunde kann sich darĂŒber aber hinwegsetzen. Und die Vorauswahl hat ja auch Usability-Vorteile: nicht wĂ€hlen zu mĂŒssen ist ein Step weniger an der Kasse.