Tomorrow Zero - Eure Meinungen und Ideen

Da in einer anderen Diskussion eben das Thema „Tomorrow Zero“ aufkam, wollte ich mal fragen, wie Ihr dazu eigentlich steht.

Ich habe mein Tomorrow-Konto erst vor ein paar Wochen eröffnet und habe mir dazu natürlich auch meine Gedanken gemacht:
Wie ich in einer anderen Diskussion bereits schrieb, bin ich durchaus bereit, für Premium-Features (die ich benötige), zu zahlen. Allerdings habe ich mich momentan gegen Tomorrow Zero entschieden, doch warum:

  • ich nutze nur ein Pocket aktiv (für die Nutzung mehrerer Pockets bräuchten diese auch mehr Funktionen, die über das „einfache“ Sparen hinaus gehen)
  • ich hebe - wenn überhaupt - nur 1x im Monat Bargeld ab (das trifft denke ich auf sehr viele Kund*innen zu, die sich ein Konto bei einem Fintech eröffnen)
  • kostenlose Abhebungen in Fremdwährungen benötige ich nicht (zumindest in diesen Zeiten)
  • die neue VISA-Karte ist für mich nur ein nettes Gimmick, auf das ich verzichten kann (ich kenne in meiner Umgebung nur Händler, die entweder nur Bargeld, Girocard oder alle Karten annehmen - VPAY nützt mir da recht wenig)

Als Kaufargument bleibt da „nur“ die CO2-Kompensation. Aber dafür 15€/Monat zu zahlen ist ein steiler Preis, der momentan (zumindest als Student) außerhalb meines Budgets liegt.

Insofern frage ich mich, warum Tomorrow nicht wenigstens ein Mittelklasse-Paket anbietet. Das würde auf alle Fälle dazu beitragen, dass sich mehr Kund*innen durch eine größere Differenzierung dazu entscheiden, ein kostenpflichtiges Konto zu führen (im übrigen auch ich). Mit diesem Paket müsste man sich natürlich auch an die Preise der Wettbewerber anpassen und ein solches Paket dürfte dann meiner Meinung nach nur zwischen 5 und 8€/Monat kosten.

Insofern wäre mein Vorschlag für eine mögliche Paketstruktur:

Tomorrow One (0€/Monat)

  • 2-3 kostenlose Abhebungen pro Monat
  • 1-2 Pockets
  • 1,5% Fremdwährungsgebühr
  • 0-1 kostenlose virtuelle Karten (wenn diese verfügbar sind)
  • alle 2€ (Kartenzahlungen, auch Apple Pay) wird ein Quadratmeter Regenwald geschützt (damit kann „verlorene“ Interchange Fee der Apple Pay Zahlungen ausgeglichen werden)
  • normale VISA-Karte inklusive

Tomorrow (5 - 8€/Monat)

  • 5 kostenlose Abhebungen pro Monat
  • 3-5 Pockets
  • 0-1% Fremdwährungsgebühr
  • 1-2 kostenlose virtuelle Karten (wenn diese verfügbar sind)
  • alle 1€ (Kartenzahlungen, auch Apple Pay) wird ein Quadratmeter Regenwald geschützt
  • normale VISA-Karte oder Holz-VISA-Karte gegen einmaligen Aufpreis (5-10€) inklusive

Tomorrow Zero (15€/Monat)

  • unbegrenzt kostenlose Abhebungen pro Monat
  • unbegrenzt viele Pockets
  • 0% Fremdwährungsgebühr
  • 3 kostenlose virtuelle Karten (wenn diese verfügbar sind)
  • alle 1€ (Kartenzahlungen, auch Apple Pay) wird ein Quadratmeter Regenwald geschützt
  • CO2-Fußabdruck wird kompensiert
  • Holz-VISA-Karte inklusive

Von möglichen Gemeinschaftskonten möchte ich an dieser Stelle mal abstrahieren.

Was sagt Ihr dazu, welches Paket nutzt Ihr momentan, warum nutzt Ihr es, …?

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Hallo @Albsn,

ich nutze momentan das Basis-Konto, weil mir zu viele Features noch fehlen um Tomorrow als Hauptkonto zu nutzen. Das Zero-Konto hat für mich, außer dem CO2 Ausgleich, keinen Mehrwert. Eine Pocket reicht mir. Wenn es so weit wäre, würde ich auch etwas für das Konto bezahlen, solange der Betrag jährlich unter 105 € bleibt (das bezahle ich momentan bei meiner Hauptbank).

Mir fehlen von der Wichtigkeit her sortiert:

  • zu (fast) 100 % stabiles System
  • 24/7 Support
  • Web-Banking Möglichkeit
  • Echtzeitüberweisung
  • Depot/Trading (Fokus auf Nachhaltigkeit)

Virtuelle Karten/Apple oder GooglePay sowie Gemeinschaftskonto benötige ich persönlich zum Beispiel überhaupt nicht.

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Soweit ich weiß ist auch ein weiteres Kontomodell geplant, dass dann vermutlich in Richtung deines Mittelklasse-Pakets geht. Fände ich auch gut, aber finde es gleichzeitig schwierig mir dafür vernünftige Leistungen vorzustellen. Ehrlich gesagt wüsste ich nicht warum ich das von dir beschriebene Mittelklasse-Paket wählen sollte.
Ob ich jetzt 3 oder 5 kostenlose Abhebungen zur Verfügung habe, macht doch kaum einen Unterschied. Sobald ich weiß, dass ich ein Limit habe, plane ich damit. Ohne Limit könnte ich ein bisschen sorgloser mit dem Thema umgehen.
Pockets und virtuelle Karten sind für mich ganz nett, ich würde sie nicht vermissen wenn sie nicht da wären, und auch hier wäre es mir keine 5 Euro wert eine höhere Anzahl zur Verfügung zu haben.
Die Fremdwährungsgebühren wären vielleicht temporär interessant für Leute die ein Auslandssemester oder eine Weltreise machen, ansonsten wüsste ich nicht wofür. Vielleicht habe ich da aber aber auch manches nicht auf dem Schirm.
Und ob jeder Euro oder jeder zweite einen QM Regenwald schützt, wird für die meisten Kunden wohl auch nicht den Unterschied ausmachen. Es ist doch einfach schön, dass eine Zahlung ein bisschen dazu beiträgt den Regenwald zu schützen, und grundsätzlich klar je mehr desto besser.

Ich denke Zero lebt momentan vor allem von der CO2-Kompensation, die man aber anscheinend wo anders auch günstiger haben kann, und dem Gedanken Tomorrow zu unterstützen. Könnte mir vorstellen, dass da noch das ein oder andere Feature in Bezug auf Geldanlagen hinzukommt.

Btw. vielleicht wäre ein temporäres Modell für längere Auslandsaufenthalte sogar wirklich ein ganz gutes Lockangebot.

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Finde deine Idee eines 3. mittleren Kontomodells richtig gut. Bringt mehr Flexibilität & eventuell mehr Kunden dazu ein Bezahlmodell zu wählen :blush:

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@Joel,

letztlich ging es mir ja darum herauszuarbeiten, dass ein mittlerer Tarif sicherlich für viele Kund*innen sinnvoll wäre. Bei den enthaltenen Leistungen habe ich mich an den Leistungen orientiert, die auch momentan in der Preisliste aufgeführt sind oder - soweit ich das hier im Forum schon gelesen habe - demnächst kommen könnten (siehe virtuelle Karten). Dass eine effektive Differenzierung der Tarife mangels Features schwierig ist, ist mir durchaus bewusst. Ich wollte hier halt nur nochmal einen Denkanstoß liefern, da - zumindest für mich - Tomorrow Zero momentan einfach zu teuer ist, um Tomorrow unterstützen zu können.

Bezüglich der Anzahl der Quadratmeter des Regenwaldes die geschützt werden, halte ich die von mir vorgeschlagene Differenzierung innerhalb der Tarife allerdings schon für sinnvoll.
Tomorrow hat hier ja das Problem, dass bei Zahlungen mit Apple Pay die Interchange Fee verloren geht, weshalb Zahlungen mit Apple Pay früher oder später keinen Wald mehr schützen werden.
Hier müsste also am Ende wieder mit Kleingedrucktem gearbeitet werden, was Apple Pay aus dem Beitrag ausschließt und das ganze System - gerade für Neukund*innen - undurchsichtig macht.
Im Sinne der Einfachheit wäre eine derartige Mischkalkulation (für den kostenlosen Tarif) sicherlich vorteilhaft, da ggf. nicht damit zu rechnen ist, dass 50% der Kartenumsätze mit Apple Pay gezahlt werden.

War auch absolut keine Kritik an dir, bin nur gespannt welche Leistungen das mittlere Kontomodell dann umfassen wird.

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Nein, kein Problem. So habe ich es auch nicht verstanden. Ich wollte nur nochmal meinen Gedankengang erläutern.

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Ja, ein mittleres Konto würde mir auch gefallen - hauptsächlich mit CO2-Kompensation und einer kleinen Unterstützung für Tomorrow, den Rest bräuchte zumindest ich nicht…
Siehe Tomorrow Zero Premium

Ich habe meine Zwischenlösung bei Klima.com gefunden, hätte aber lieber alles aus einer Hand (und in einer App). :slightly_smiling_face:

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Ich frage mich persönlich, warum man nicht den Weg des Baukasten-Systems geht (wie z. B. bei Congstar), das wäre tatsächlich super!

  • Kreditkarte: Holz, Kunststoff (mit Sondereditionen) im Standart nur Kunststoff, alle anderen Kosten extra
  • Pockets (einzeln hinzubuchbar, Kosten je Pocket), eines kostenfrei
  • Zero s, m, l (nicht jeder muss gleichviel kompensieren) (natürlich nur optional zu buchen)
  • Extra Abhebungen (2-3 Inklusive), einzeln hinzubuchbar
  • Auslandsservice (optional)
  • Basis Service-Gebühr (2 €), sobald eine extra Leistung gebucht wurde

Alle dienste bis auf Kreditkarte natürlich monatlich kündbar. (Auslandsservice zum Beispiel nur im Urlaub sinnvoll).

Ist sicherlich aufwendig in der Abrechnung und Aufschaltung der Features, aber so kann sich jeder sein Bedarfsszenario zusammenbauen. Würde für tomorrow sicherlich mehr zahlende Kunden einbringen. Was meint Ihr?

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Ich persönlich bin auch von den Pay what you want – Wikipedia
Ansatz ganz angetan. Wenn ich mich richtig erinnere hat dies auch mal jemand in einer Beta entdeckt.

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Genau die Idee hatte ich auch und habe sie letztens in einer Tomorrow-Umfrage so niedergeschrieben:
Wie wäre es denn mit einer Art selbst zusammenstellbarem Konto? Ihr bietet gewisse Premiumfeatures (z.B. Smartes Sparen, mehr Pockets, Holzkarte, unbegrenzte Auszuahlungen etc.) für einen festgelegten monatlichen Betrag an und man kann in der App genau die Features hinzubuchen, welche man benötigt. Ab 3 oder 4 ausgewählten Features wird dann automatisch das Premiumkonto vorgeschlagen, da preislich besser.
Das wäre fair für die Leute, welche nur wenige Premium-Features benötigen, dafür aber bisher 15€ monatlich zahlen müssen und gleichzeitig würdet ihr mehr Geld verdienen, da all diejenigen, welchen die 15€ zu viel sind, dennoch Geld einbringen würden.

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Ein Baukastenmodell fänd ich auch sehr attraktiv. Außerdem hatte ich auch schon Mal an anderer Stelle geschrieben, dass ich es schade finde, dass es bei der Kompensation nur ganz oder gar nicht gibt. Wäre schön, wenn man das flexibel setzen könnte. Die Differenz zwischen 0 und 15€ ist bei den aktuellen Leistungen einfach etwas zu groß. Nichtsdestotrotz habe ich aktuell ein Zero Abo für die Kompensation, zur Unterstützung von Tomorrow und auf Grund der Holzkarte - die anderen Benefits sind für mich leider nicht sehr relevant.

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Problem dabei ist halt dass die Kompensation ja nur ein Teil der Zero-Kosten sind. Ich vermute Tomorrow hat nicht vor transparent zu machen, wie groß dieser Teil nun genau ist. Daran dürfte eine teilweise Kompensation wohl scheitern.
Aber ja ich wäre auch sehr an einem günstigeren Modell interessiert - ich unterstütze Tomorrow ja gerne, aber 15 Euro ist es mir das im Moment bei den aktuellen Features einfach nicht wert.

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Tomorrow schlüsselt das hier doch grob auf. Wofür wird der monatliche Beitrag verwendet? : Tomorrow

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Tatsächlich. Habe ich bisher wohl übersehen. Danke für den Hinweis.
Wenn das so stimmt, dann macht eine Staffelung mit kleinerer Kompensation aber tatsächlich wenig Sinn. Wenn 5 Euro für die Kompensation verwendet werden, dann wäre Zero mit 50% Offset mit 12,50 Euro ja nur unwesentlich günstiger als dass diese Ersparnis für manche ein überzeugendes Argument sein könnte.

Ja, ich finde, das ist meiner Ansicht nach auch von der falschen Seite her gedacht. Zero ist meiner Ansicht nach kein Produkt, dass man als Premiumkonto wirklich sinnvoll vergleichen kann. Es ist ein Konto + CO2-Kompensation. Nur, wenn man an der CO2-Kompensation Interesse hat und dann beim Gebührenvergleich mit anderen Konten das berücksichtigt, kommt man auf einen grünen Zweig. Wenn man es ausklammert, muss man zwangsläufig zum Ergebnis kommen, dass das Konto zu teuer ist. Es wäre allerdings auch mit 7 Euro beim aktuellen Leistungsumfang noch sehr teuer. Aber bekäme man am freien Markt eine ebenbürtige CO2-Kompensation für 5 Euro? Das wird schon schwieriger.

Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass Tomorrow ein Konto unterhalb von Zero anbieten wird. Das wird dann vermutlich keine CO2-Kompensation als “Flatrate” enthalten. Aber vielleicht wird es Optionen geben, eine Tankfüllung oder Flugreise aus der Transaktionsliste heraus selektiv auszugleichen … wie auch immer, ich bin mir sicher, dass die Produktmanager sehr wohl auf dem Schirm haben, dass Zero ein Leuchtturmprojekt ist und kein massentaugliches Smartphonekonto.

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Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht, warum man den Fuss Abdruck eines durchschnittsdeutschen kompensieren soll, das ist ja für jeden Individuell (vermute mal tomorrow-Kunden handeln generell ein wenig nachhaltiger…)

Aus meiner Sicht tut sich tomorrow damit keinen Gefallen. 15€ ist zuviel und ich gehe davon aus, dass dieses Produkt nur von einem Bruchteil überhaupt gebucht wird.

Warum nicht auf Masse gehen? Im Zweifel hätten sicherlich viele der Kunden 5€ im Monat über und dann wird halt für jeden einzeln nicht viel kompensiert, aber die Masse an Nutzern, mit deren Einlagen, Einkäufen und eben dieser Kompensierung bewegt was. Will Tomorrow nicht sowieso auch auf lange Sicht international expandieren? Bei vielen Kunden wäre das sicherlich besser für den Cashflow als einige wenige Premium User.

Kann aktuell die Ausgaben pro Kunde von tomorrow nicht einschätzen, aber sollten da eben auf Masse nicht ~3€ plus Kompensierung von 2€ reichen?

Nur meine Gedanken dazu, kenne dazu logischerweise die tomorrow internen Hintergründe nicht. Gls fährt ja ein sehr vergleichbares Prinzip…

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These: auf „Masse“ kommt mittelfristig, aber halt nicht jetzt. Gegenfrage: warum sollten sie zum jetzigen Zeitpunkt auf Masse gehen, wenn das Produkt in der technischen Entwicklung einfach nicht so weit ist, dass es in einem direkten Vergleich als gute Option erscheint?

Wenn ich Tomorrow wäre, würde ich mit dem Launch des Mid-Tier-Produkts warten, bis ich etwas habe, was ich im gewünschten Preissegment platzieren kann. Zum Beispiel die Gemeinschaftskontofunktion usw. – Zero kannibalisiert doch das kostenlose Basisprodukt nicht.

Zero ist ein Leuchtturmprojekt, das leicht auszurollen war. Und es generiert mehr Einkommen als kein bezahltes Kontomodell in Angebot. Und der Entwicklungsaufwand dafür war super klein. Man muss „nur“ eine Kooperation abschließen. Ich bin sicher, dass mit der Weiterentwicklung des Produkts die Diversifizierung der Kontomodelle kommen wird.

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Der Vorschlag von @Frnk einzelne Transaktionen aus der Liste auszugleichen ist - unabhängig von der Zero Diskussion - finde ich eine super Idee. Selektive Kompensation zum geringen Preis, wo es dem Kunden nicht weh tut :+1: denke da lässt sich einiges mit bewegen.

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Ich würde ein Zwischending ebenfalls begrüßen. Tomorrow finde ich gut und will ich auch gerne unterstützen aber 15€ im Monat sind mir doch etwas zu viel. Um die 5€ finde ich voll in Ordnung und mir geht es da auch nicht um die Topp Features, sondern mehr um den Gedanken etwas sinnvolles zu unterstützen. Mir reichen 1-2 Pockets und Bargeld versuche ich eh zu vermeiden, ich bin ja gerade hier weil alles so schön schlank ist.

Wenn die 5€ dabei helfen die Differenz für die ApplePay Nutzung zu schmälern, sofort einführen. Muss ja nicht offiziell so heissen :wink:

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