Weniger Bargeldabhebungen kostenlos, dafür auch im Ausland, Mindestbetrag

Hallo,

wenn ich richtig informiert bin, kostet eine Bargeldabhebung Tomorrow ca. 1-2€ und Tomorrow verdient natürlich bei Zahlung mit Bargeld keine Transaktionsgebühren. Das wären also bei 3/Monat 36-72€ pro Jahr. Das ist nicht nachhaltig, weil das niemand bezahlen würde, aber gleichzeitig muss Tomorrow es ja irgendwie wieder reinbekommen.

  • Ich schlage daher vor, 6 Abhebungen pro Halbjahr kostenlos zu machen
  • dies evtl. dann auch im Ausland (1,5% erst danach).
  • Ebenso könnte ein Minimum von 50€ eingeführt werden (bei geringerem Kontostand weniger).
  • Man könnte auch auf die anfallenden Kosten hinweisen.

Ich hebe seit ich davon weiß nur noch sehr fair ab, falls überhaupt. D.h. 1x500€ statt wie vorher 20x25€, und lagere dann 400€ zuhause (abgesichert durch Hausratversicherung).

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Ich denke der richtige Weg ist hier, Nutzer*innen das zahlen ohne Bargeld zu verinefachen und angenehm zu gestalten, sodass sie von selbst darauf verzichten. Das beschneiden der Funktion bringt nur Ärger. Ich habe einige zum Wechsel überredet, die genau deshalb bedenken hatten. Wären es weniger Abhebungen gewesen, hätten sie auch kein Konto eröffnet, weil das für sie vermeintlich wichtig war. Inzwischen wird das gar nicht genutzt, weil Kreditkarte und Appe Pay soviel einfacher sind. Es ist also eher eine Funktion, die sich viele wünschen, dann aber im Idealfall gar nicht nutzen.

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Bargeldversorgung ist eine grundlegende Bankdienstleistung und Bargeld ist nach wie vor sehr wichtig im täglichen Leben.
Weniger Bargeldabhebungen wäre ein falsches Signal.

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Bargeld ist aber auch wenig nachhaltig. Es verbraucht Ressourcen, es steckt eine Menge CO2-intensive Logistik dahinter, es vereinfacht Steuerhinterziehung und nicht zuletzt kostet es eine Menge Geld - sowohl für Tomorrow (oder den Kunden, wenn man über das Limit ist) als auch für den Händler.
Natürlich ist es wichtig, weiterhin den Zugang zu Bargeld zu ermöglichen, aber ich denke es entspricht durchaus dem Ziel von Tomorrow die Verwendung Bargeld möglichst zu begrenzen bzw. die Nutzung elektronischer Zahlmöglichkeiten möglichst attraktiv zu gestalten. Und nicht zuletzt ist Tomorrow ein modernes, nur am Smartphone nutzbares Fintech - wer viel Bargeld benötigt ist eventuell bei einem traditionellen Institut mit eigenem Automatennetz besser aufgehoben.

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Andererseits ist Bargeld datenschutzfreundlicher und Datenschutz ist, wie ich finde, auch ein wichtiger ethischer Aspekt, den eine alternative Bank berücksichtigen sollte. Natürlich tut Tomorrow im Regenwald mehr Gutes, wenn sie ihre Kunden dazu motivieren mehr mit Karte zu zahlen, allerdings bekommt Visa dann auch mehr Daten.

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Auch die ganze Technik hinter dem unbaren Zahlungsverkehr braucht Ressourcen und kostet Geld.

Der Technik ist es aber ziemlich egal ob darüber 500 oder 5000 Euro abgewickelt wird. Bargeld ist ziemlich sicher bei weitem ressourcenintensiver und wie gesagt vor allem deutlich teurer für alle Beteiligten.
Wie gesagt: Ich bin kein Fan davon Bargeld zu beschränken oder abzuschaffen aber der möglichst einfache Zugang zu elektronischen Bezahlmöglichkeiten ist meiner Meinung nach definitiv sinnvoll. Und ich wäre z.b. durchaus für eine Akzeptanzpflicht für Händler ab einem gewissen Jahresumsatz. Alleine schon um Steuerhinterziehung etwas einzuschränken.

Ich möchte ja nicht, dass der Zugriff auf das Bargeld verwehrt wird. Nur denke ich, dass es halt nicht nachhaltig ist und man deswegen die Kosten auch weitergeben sollte.

Mir wären außerdem 6x/Halbjahr weltweit kostenlos wesentlich lieber als 3x/Monat in Euro. Es würde mich schon etwas nerven, im Ausland bei zwingend notwendigen Abhebungen 1,5% zahlen zu müssen, um damit hier Personen querzufinanzieren, die 3x/Monat vor dem Gang zum Bäcker 20€ abheben. Das würden die schließlich niemals machen, wenn es 1-2€ kosten würde.

Von mir aus können wir auch für jede Abhebung die Kosten 1 zu 1 durchreichen, aber das wäre wahrscheinlich schlecht für die Neukundengewinnung.

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Wer behauptet denn, dass die Höchstzahl der kostenfreien Abhebungen immer ausgereizt wird?
Außerdem wollen andere vielleicht deine Auslandsreisen nicht quersubventionieren, indem du die 1,5% sparst. Ist vielleicht ja ein guter Anreiz, weniger zu reisen, was nachhaltig wäre.

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Niemand, oder?

Fakt ist, dass jeder Bargeldbezug Tomorrow Geld kostet. Wirklich fair wäre nur, wenn die Kosten dafür nie übernommen würden, da ansonsten immer irgendwer irgendwen querfinanziert. Wie aber bereits gesagt ist das natürlich schlecht für die Gewinnung neuer Kundschaft.

Ich finde die aktuelle Lösung gut nachvollziehbar, weil vermutlich der Großteil der Abhebungen hier in Deutschland passiert. Dass man damit im Ausland als Sonderfall gilt, ist nicht verwunderlich.

Wobei Reisen natürlich auch nachhaltig geht. Aus Konstanz schnell nach Kreuzlingen geht zu Fuß in wenigen Minuten. Wo da der nächste Geldautomat steht, weiß ich allerdings nicht. Was ich damitsagen will: nicht jeder Bezug von Bargeld in Fremdwährung hat mit einer ressourcenintensiven Reise zu tun.

Im ursprungspost wird schon damit gerechnet, dass jede Bargeldabhebung genutzt wird.

@Turbotomate Ah, du hast völlig Recht. Danke für den Hinweis :slight_smile:

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Ok, vielleicht missverständlich formuliert.
Es wurde damit gerechnet, ja, aber interessant wäre ja eben die Frage, wie viele Kunden dies tatsächlich ausreizen. Gibt es dazu Informationen?

Ich bin ganz bei dir, das ist meiner Meinung nach schöngerechnet im Ursprungspost. Ich nutze beispielsweise höchstens 2 Abhebungen pro Quartal. Viele in meinem Umfeld heben auch sehr selten ab. Belastbare Zahlen habe ich aber nicht.

So lange es immer noch so viele Stellen gibt, wo man nur mit Girocard oder bar bezahlen kann, umständlich und für mich ein Desaster. Ich horte doch nicht ernsthaft so viel Bargeld Zuhause! Für mich hieße das, dass ich doch wieder ein übliches Girokonto bei einer anderen Bank eröffnen müsste - was ich nicht möchte.