Ein nachhaltiger Fonds muss geringe Kosten haben

Hallo,

ich habe gelesen, dass Tomorrow sich einen Fondsmanager an Bord geholt hat, um einen nachhaltigen Fonds zu realisieren. Dies klingt stark danach, dass der Fonds hohe Verwaltungsgebühren haben wird.

Idealerweise wäre ein Tomorrow Fonds sehr kostengünstig und passiv verwaltet, sodass sich die Performance ziemlich am Marktdurchschnitt (MSCI World ETF…) orientiert. Nur eben ohne Unternehmen, die nicht nachhaltig genug sind.

0,3% expense ratio und 1,50€ pro Kauf/Verkauf halte ich für vertretbar. Wahrscheinlich sind solche Konditionen nicht leicht anzubieten, aber anders geht es nicht. Ich kann nicht jedes Jahr 1% weniger Rendite als ein MSCI World ETF machen und dadurch bis zur Rente riesige Geldbeträge wegwerfen. Das ist nicht nachhaltig. Eine nachhaltige Geldanlage muss geringe Kosten haben.

Weiterhin hätte ich gerne einen Sparplan und einen Entnahmeplan.

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Hi,

ich meine gelesen zu haben, dass man sich aktiv gegen eine passive Anlagestrategie entschieden hat.
Für eine passive Anlagestrategie braucht es ein festes Regelwerk nach dem Wertpapiere für den Fonds ausgewählt werden, sodass sich die Investitionen automatisieren lassen.
Wie würde man so etwas realisieren? Am Beispiel vom MSCI World SRI gibt es den Best in Class Ansatz. Man investiert breit gestreut nimmt allerdings in Kauf, dass Unternehmen wie Royal Dutch Shell im Index sind. Ok, dann halt alle Unternehmen raus, die was mit Öl, Kohle, Rüstung, etc. zu tun haben? Ich befürchte, dass man dann 60% Tech-Firmen hat, 30% Banken, 10% irgendwas anderes… Also wäre das wahrscheinlich ein Tech-Fonds.
Ich denke über diese Thematik auch schon einige Zeit nach und es ist leider kein einfaches Problem den „perfekten nachhaltigen“ passiven Fonds zu kreieren. Irgendwo muss man immer Abstriche machen, meistens bei der Diversifikation.
So gesehen kann ich die Entscheidung von Tomorrow verstehen, hoffe aber, dass sich die Kosten in Grenzen halten werden (max 1,0% p.a.).
Ich würde mir wünschen, dass über diesen Fond / Finanzprodukt auch in Projekte investiert wird, an die man als Privatanleger über die Börsen keinen Zugang hat (junge, innovative, nachhaltige Start-Ups mit einer Vision, etc.).
Persönlich würde ich tatsächlich das Finanzprodukt von Tomorrow als Ergänzung meines jetzigen Portfolios sehen. Wenn dabei Rendite rum kommt, wäre das schön, aber hauptsächlich würde ich es als Investment ansehen, damit das Geld Gutes bewirkt…

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@tomorrowvorschlaege vielen Dank für Deinen Vorschlag. Ihr dürft gespannt sein, wie sich das Produkt aufbauen wird. Fest steht: Natürlich sind wir uns bewusst, dass wir ein Produkt stellen müssen, dass die Leute auch kaufen werden bzw. dessen Kosten Vergleichbar mit anderen Anlagemöglichkeiten sind. Auch wenn die Rendite letzen Endes aufgrund der Kosten ein wenig geringer sein wird, als bei den klassischen Indizes, würde ich doch darauf plädieren, dass das ein Preis ist, den wir zu zahlen bereit sein sollten (allerwenigstens zum kick-off) vor dem Hintergrund, dass unser Investment dadurch keine Unternehmen fördert, die einen massiven Anteil an der Zerstörung unseres Planeten tragen. Was denkt ihr?

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Ist nur vage an das Thema angelehnt, aber @Vinz wird das Investment-Produkt von Tomorrow auch für Kund:innen verfügbar sein, die von FATCA betroffen sind? Oder gilt hier dasselbe Ausschlusskriterium wie beim normalen Banking?

@tinuthir Da bin ich aktuell überfragt. Ich merke mir das aber mal und gebe dann rechtzeitig dazu Auskunft :slight_smile:

Edit: Nein. FATCA relevante Personen werden kein Depot mit uns eröffnen können.

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Ein aktiv verwalteter Fonds kostet in der Regel viel mehr, nicht nur ein bisschen. Bei 0,1% oder 0,2% p.a. würde sich wohl niemand beschweren. Bei 1% wahrscheinlich schon.

Ist halt ein Unterschied, ob ihr einen 2% TER Klopper rausbringt, oder einen 0,5%er.

@Vinz danke fürs Klären :slight_smile:

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