Hat jemand Erfahrungen mit Paydirekt?


#1

Hat jemand Erfahrungen mit Paydirekt?


#2

Yepp. Sowohl als Kunde wie auch als Händler. Nur her mit den Fragen.


#3

Jap. Um was gehts denn? :slight_smile:


#4

2,3 Mio. registrierte Nutzer soweit ich weiĂź. Aber neuerdings haben ein paar Banken beschlossen ihre Anteile abzugeben, wie stehen die Ăśberlebenschancen eurer Meinung nach?


#5

Wieviele Kunden zahlen damit? Nimmt die Zahl eher zu oder ab?


#6

Ich Erkundige mich zur Nutzung. Das Thema steht eh auf dem Plan, ob Apple- / Googlepay eingebunden wird. Das wollte ich den Kollegen im Vorweihnachtsstress nicht antun.


#7

Benutzt du das zum Zahlen oder auch zum Geld versenden an Kontakte?


#8

Nur zum Bezahlen. Ich glaub, keiner in meiner Kontaktliste sonst hat bzw. nutzt das. :smiley:

Ich sollte aber dazusagen, dass ich der mit Abstand technikaffinste Mensch in meiner Kontaktliste bin. So gut wie niemand von den Anderen interessiert sich so fĂĽr Technik wie ich. :smiley:


#9

Eigentlich eine gute Exit-Strategie für paydirekt: Funktion auf P2P zusammenstauchen und in die Bankenapps integrieren. Gateway zu Kwitt schaffen. Und dann in ein paar Monaten schauen, ob sich P2P sinnvoll mit SCT inst für B2C nutzen lässt, Stichpunkt SCT inst am POS. Und fertig wäre das deutsche „Swish“.


#10

Jetzt muss ich mein Lexikon holen


#11

"Paydirekt, das Bezahlsystem der deutschen Banken, verliert die ING Deutschland, die Hypovereinsbank, die deutsche Santander sowie weitere private Banken als Partner. Die genannten Unternehmen haben ihre Anteile zum 31. Dezember 2019 gekündigt. Nach außen hin heißt es, die Institute hätten sich an der komplexen Governance-Struktur des deutschen Paypal-Klons gestört. In Wirklichkeit, so „finanz-szene.de“, fehle es eher an der Bereitschaft, sich an der anstehenden Funding-Runde zu beteiligen. Noch in diesem Jahr sollen Gespräche über eine Finanzspritze in dreistelliger Millionenhöhe anstehen.

Insgesamt halten die Partner, die Paydirekt den Rücken kehren wollen, elf Prozent der Anteile. Noch ist unklar, was mit diesen passieren soll. Denkbar ist, die offenen Anteile auf die Deutsche Bank und die Commerzbank aufzuteilen. Die beiden Banken wollten sich dazu jedoch nicht äußern.

Paydirekt ist ein Online-Zahlungsdienst, der 2015 von einer Reihe deutscher Banken und Sparkassen ins Leben gerufen wurde. Für größere Händler ist Paydirekt ein Bezahlverfahren unter vielen. Der Dienst konkurriert direkt unter anderem mit der US-Firma Paypal.
Kunden der betroffenen Banken sollen den Dienst aber weiter nutzen können."

handelsblatt.com, finanz-szene.de, t3n.de,


#12

Zu viele AbkĂĽrzungen? :see_no_evil:

Von der Kundenseite her betrachtet ist das besondere an Paydirekt, dass es eine Funktion des Girokontos ist. Je nachdem wie gut die Partnerbank das ins Onlinebanking inegriert hat, ist das sehr komfortabel und man muss bei keinem weiteren Dienstleister wie Paypal ein Konto einrichten. Der Datenschutz ist besser.

Die technische Umsetzung stammt aus Vorzeiten von Echtzeit-Überweisungen (SCT inst). Im Einkaufsprozess hat Paydirekt trotzdem den Vorteil, dass dem Händler mit Abschluss der Zahlung die Bestätigung angezeigt wird. Es gibt also keine Verzögerung in der Bestellabwicklung, wie warten auf Geldeingang. Im Hintergrund wird aber eine reguläre SEPA-Überweisung ausgeführt. Das Geld ist also mit Verspätung beim Händler verfügbar.

AuĂźerdem kann Paydirekt P2P-Payments. Allerdings ist diese Funktion derzeit nicht in die Apps der Banken, die paydirekt anbieten, integriert. Nutzer mĂĽssen sich eine separate App laden und fĂĽr diesen Dienst einrichten. Wie bei allen P2P-Diensten, kann man damit Geld zu Kontakten im Adressbuch senden, ohne eine IBAN zu kennen. Das ist der gleiche Anwendungsfall wie Kwitt. Kwitt steht aktuell Kunden der Sparkassen und Volksbanken zur VerfĂĽgung. Allerdings ist das System offen fĂĽr weitere Banken, sofern diese sich an dieser Plattform beteiligen wollen.

An der Insolvenz von Cringle, einem P2P-Payment-Startup, sieht man, dass sich so ein Dienst kaum monetarisieren lässt. Payment wird vom Verbraucher als Funktion des Kontos verstanden. Das sollte in den Preis fürs Konto eingepreist sein. Zum Verhängnis wurde für Cringel, dass Banken nicht bereit waren, das anzubieten und dafür auf die Dienste von Cringle zu setzen. Und es konnte kein Business-case für Geschäftskunden etabliert werden (das wiederum versuchen manche gerade auf der Suche nach einem Anwendungsfall für Echtzeitüberweisungen am Point of Sale, aber das ist ein anderes Thema.)

Zurück zu Paydirekt: Die Sparkassen haben erklärt, die P2P-Funktion via Paydirekt nicht bereitstellen zu wollen. Warum auch, Kwitt kann das gleiche, ohne Mittelmann, und technisch einfacher auf Basis von Echtzeitüberweisungen. (Selbst wenn eine Sparkasse Echtzeitüberweisungen für Kunden bepreist, sind sie meines Wissens über Kwitt immer kostenlos. Technisch abgewickelt werden alle Kwitt-Transfers aber immer in Echtzeit, das Geld ist beim Empfänger sofort verfügbar.) Aber: man wolle prüfen, ob sich Paydirekt und Kwitt kompatibel machen lassen.

Wenn diese Kompatibilität zwischen beiden P2P-Produkten hergestellt ist, dann stünde Banken, die sich an Paydirekt beteiligen, ein Zugang zu Kwitt offen. Bereits jetzt und heute.

Meines Erachtens machen P2P-Netzwerke nur Sinn, wenn sie über Bankengrenzen hinweg funktionieren. Mit SCT inst ist einerseits die technische Basis geschaffen, das Geld wirklich in Echtzeit hin- und herwechseln kann (wozu Paypal aktuell immernoch Workarounds nutzt) und andererseits zeigen Beispiele wie das schwedische System Swish, dass die Akzeptanz des Nutzers natürlich mit einem bankenübergreifenden Standard steht und fällt.


Wie sinnvoll das nun tatsächlich ist, ist eine andere Frage. Warum sollte man eine vergleichsweise aufwändige Konstruktion wie Paydirekt nutzen, um eine vergleichsweise simple Anwendung wie P2P bereitzustellen?

Länger auf der faulen Haut liegen ist aber auch nicht gut. Mit Apple Pay Cash bekommt Apple Pay P2P ebenfalls als Funktion hinzu. Und es gibt erste Anzeichen, dass „Cash“ kurz vor einem Start in Europa steht.


#13

Ich habe Rückmeldung bekommen. Im Januar haben keine 20 Kunden mit Paydirekt gezahlt. Damit ist diese Zahlart völlig irrelevant.


#14

Jo! <3 <3. Nachdem PayPall Geld abbuchte und Ich es nicht zurĂĽck bekam, war SchluĂź. Jetzt meistens sogar VorKasse. <3 <3


#15

@Saran Was hat PayPal mit Paydirekt zu tun? :wink:


#16

Nix. <3 <3 Nix <3 <3


#17

Kann ich zwar, :wink:
hat aber ggĂĽ. PayPal keinerlei Vorteile. OK, vielleicht nach deutschem Datenschutz-std.
Ist so spät gestartet, dass es kaum jemand als zusätzliche Bezahlmöglichkeit mehr braucht.
Ab und zu gibt’s bei der Benutzung mal nen Bonus…
Braucht Tomorrow NICHT… :joy:

VG
Droggel


#18

Ich fand Paydirekt eigentlich als deutsche Alternative gegenüber PayPal ganz cool, nur leider hatte ich den Bezahldienst zu spät entdeckt und nur zwei Mal verwendet. Heute habe ich versucht damit zu bezahlen und es hat nicht geklappt. Meine Bestellung wurde storniert, also musste ich auf PayPal ausweichen.
Irgendwo finde ich es schon schade, wenn eine gut gemachte Alternative aufgrund der geringen Kundenzahl den Bach heruntergeht. :confused:


#19

Genau derselben Meinung bin ich auch. Ich nutze Paydirekt ganz gern, vor Allem, wenn Rechnung oder normale Lastschrift nicht angeboten werden. :slight_smile: