N26 und Revolut – stimmen die explosiven Wachstumszahlen?

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Von N26 halte ich persönlich nicht viel. Gerade diese prahlen mit Kundenzuwachs. Aber es sind auch jene die aktuell eine Anlaufstelle für kriminelle sind? Siehe Geldwäsche Schlagzeilen. Waren es auch nicht die wo der Support sehr schlecht zu erreichen ist?

Revolut finde ich eigentlich ganz gut. Die bieten eigentlich recht viel. Von Funktionen bis hin zu einer großen Produktpalette. Das einzige was mich da aber stört ist die Laufzeit der Premium Variante. Gibt nämlich schon Anbieter wo man monatlich up und downgraden kann.

Revolut wäre meine zweite Wahl gewesen wenn ich euch nicht gefunden hätte.

Revolut hat im Gegensatz zu N26 die Hausaufgaben gemacht.

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Naja. Revolut und N26 geben sich nicht viel. Revolut ist halt in der deutschen Presse nicht besonders relevant. So war Revolut ebenfalls extrem in der Kritik wegen

  • Erreichbarkeit des Kundendienstes
  • Einfrieren von Kundengeldern wegen Geldwäscheverdacht und dann Nichterreichbarkeit des Kundendienstes
  • Update der BIC für SEPA-Transfers – was im Frühjahr 2018 über mehrere Monate dazu geführt hat, dass das Konto für EUR-SEPA-Transfers nicht erreichbar war: Das Geld war teils über mehrer Wochen im Nirvana bis es beim Absender wieder ankam (mit Gebühr für fehlgeschlagene Überweisung). Again: Der Kundenservice war darauf nicht vorbereitet und beschuldigte eher die anderen Banken für das Drama.
  • toxisches Arbeitsklima
  • Verdacht auf Missachtung der regulatorischen Vorgaben beim Monitoring von “verdächtigen” Transaktionen
  • Banklizenz in Litauen ist “eingeschränkt” – was auch immer das bedeuten mag. Aber es scheint Rückschlüsse darauf zuzulassen, dass Revolut aktuell noch nicht im vollen Umfang ins Einlagengeschäft einsteigen kann, weil der Regulator die Prozesse nicht dafür “bereit” erachtet oder so.
  • irreführende Werbung: Für irische und Schweizer Kunden wurden Inklusiv-Versicherungsleistungen. der Pakete Premium und Metal beworben, die in diesen Märkten gar nicht teil des Angebots sind. (Ist inzwischen nach Kundenbeschwerden geändert, AGBs wurden entsprechend angepasst.)

Bitte diese Liste jetzt nicht so verstehen, dass ich Revolut hier anprangern möchte. Allerdings ist es auch nicht das, was ich als “Hausaufgaben gemacht” umschreiben würde. In meiner Wahrnehmung (ich war N26-Kunde für gut ein Jahr und bin Revolut-Kunde seit 2015) sind beide Unternehmen in ihrer Attitüde sehr vergleichbar.

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Hier eine kleine Übersicht schonmal.
Revolut & N26 nehmen sich tatsächlich nicht viel.

Nur bei der Produktentwicklung liegt ein kleiner Unterschied.
Revolut bietet mehr eigene Features, während N26 hauptsächlich mit “Third Parties” arbeitet (Invest, Savings).
Krypto wäre für viele wahrscheinlich auch noch ein nennenswerter Unterschied (da arbeitet Revolut mit Bitstamp zusammen)

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In Ergänzung noch, dass Kunden bei Revolut aktuell noch nicht zur Banklizenz migriert sind. Alle Prozesse unterliegen den Regularien der (britischen) E-Money-Lizenz.

Des weiteren gibt es halt Unterschiede in der Produktausgestaltung. Beide arbeiten mit “Third Parties”, nur Revolut versucht verstärkt, die eigene Marke im Vordergrund zu haben. “Third Parties” bei Revolut sind z.B. alle Versicherungen (Reise, Reisekrankenversicherung, Handy), der Kredit (Konsumentenkredit, nur UK), Flughafen–Lounge-Zutritt.

Einen echten Unterschied gibts hier freilich beim Thema Fremdwährungen. Während Revolut hier die eigene Währungswechselplattform betreibt, nutzt N26 Transferwise für Überweisungen und die Karten-Kurse von Mastercard. Was besser (günstiger) ist, ist nicht einfach zu beantworten. Das ist von Fall zu Fall unterschiedlich.

Revolut bietet Fremdwährungskonten, Crypto-Investments und virtuelle Karten (die Einmal-Wegwerf-Karte ist schon nicht schlecht), und gibt sowohl Mastercard + Visa heraus.

N26 hat die Nase vorn bei Google / Apple Pay, klassischen Sparprodukten, einer Selbstbeteiligungs-Versicherung beim Autoverleih, Kartenakzeptanz (Debit mit Offline-Limit vs. Prepaid) und der 3DS-Integration.

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