Warum ich Tomorrow verlassen habe

Nach längerem Überlegen habe ich mein Tomorrow-Konto geschlossen, da mir einfach noch viele wichtige Funktionen (z. B. Instant Payment; Ankündigung von Lastschriften; Dispo für den Notfall, damit Lastschriften nicht abgelehnt werden; Pocket mit eigener IBAN und monatlichen automatischen Aufträgen) fehlen. Das Konzept mit der nachhaltigen Bank ist hingegen wunderbar.

Leider habe ich auch das Gefühl, wenn ich nach diesen Funktionen im Forum suche, dass diese teilweise schon seit 2019 gewünscht werden, aber bis jetzt noch nichts passiert. Ich habe das Gefühl, dass Tomorrow sich zu langsam entwickelt und zu viel Zeit benötigt, um Probleme zu beheben oder Funktionen einzuführen. Für eine Neo-Bank leider zu schwach, das bin ich eher von den klassischen altbackenen Banken wie Volksbank gewöhnt.

Ich werde in einem Jahr nochmal die Entwicklung von Tomorrow anschauen und vielleicht habt ihr mich dann als Kunden zurück.

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Verstehe ich total. ich habe mein Hauptkonto bei der PSD Bank belassen und aktuell sehe ich mich bei anderen nachhaltigen Banken um. Zugegebenermaßen hauptsächlich für Investment; aber auch hier werden wir schon sehr lange vertröstet…
Was mich jetzt sehr enttäuscht hat, ist die Tatsache, dass die neuen Kontomodelle und die zugehörigen Preise nicht genannt werden - schließlich muss es schon lange feststehen! Da ist man bei den „altbackenen Banken“ etwas anders gewöhnt.
Also habe ich mich auch über Girokonten und Kreditkarten informiert.Was mich hier wirklich hält, ist die Community…

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Habe mich selbst auch vor drei Monaten für eine andere Smartphonebank entschieden und dort einen Jahrestarif fürs Bäumepflanzen entschieden.

Sollten die Pockets mit IBAN und Aufrunden bis dahin verfügbar dein nutze ich Tomorrow gerne wieder als Hauptkonto.

Die Entwicklung geht mir ansonsten auch leider zu schleppen. Keine Ahnung ob mittlerweile noch die selbe Mitarbeiteranzahl im Entwicklungsteam ist wie früher, aber gerade wirkt es eher als seien alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Elternzeit oder im Sabattjahr.

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Ich vermisse die alte Bunq-App und hatte gehofft dass Tomorrow wenigstens einen Bruchteil der Features in Einers mittelfristigen Zeitrahmen anbietet. (Unterkonten mit IBAN oder ähnlich um Rücklastschriften zu vermeiden, Smart sparen). Aber ja, gefühlt passiert gerade echt wenig.

Gerade die Lastschriftankündigung fände ich sehr wichtig. Gestern ist bei mir, weil der Kontostand um 0,50 € nicht ausgereicht hat, eine Lastschrift zurück gegangen. Da es mein Nebenkonto ist schaue ich nicht täglich in die App.
Ich wurde erst am Abend über die Rückgabe informiert, dass die Lastschrift abgebucht wird (oder am Vormittag wurde), hat mir die App leider nicht avisiert.
Für mich ist das leider ein Grund gewesen, Tomorrow vorerst weiter zu beobachten und zu schauen, ob es für mich eine Bank werden kann oder ob ich Sie ggf. auch wieder verlasst.
Meiner Meinung nach sollten Überziehungen zwischen 2,00 und 5,00 Euro ohne weiteres Möglich sein (auch ohne Dispo - gerne dann auch für 8,00 % oder 10,00 % Sollzins). Das wäre kein Risiko für eine Bank.

An sich verständlich. Aber das mit der Lastschrift Ankündigung, wäre für mich kein Hauptgrund. Wozu soll meine Bank mir sagen, das eine Lastschrift kommt? Und die Bank die Schuld zu geben, für eine Nichtdeckung zu geben, finde ich eher etwas lustig. Man weiß doch, was man für Rechnungen hat, oder man meine Versicherung, Vermieter oder Handyanbieter abbucht. Das nicht erst seit letzten Monat. Und wenn man keinen Überblick hat, stellt man eben auf Selbstzahler per Überweisung um. Und wenn man Tomorrow noch nicht mal als Hauptkonto nutzt, muss Ich dort auch keine Lastschriften abwickeln.

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Weil ich alle Lastschriften am Anfang des Monats auf ein Pocket übertrage, die nicht am Anfang abgebucht werden. Ist für mich übersichtlicher. Manchmal verpeilt man das eben und Daueraufträge von/zu Pockets sind ja ebenfalls nicht möglich. Es geht also nicht darum, dass ich die Lastschriften nicht begleichen kann oder der Bank dafür due Schuld gebe.

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Ein wesentliches Merkmal der SEPA-Lastschriften ist die Vorankündigungs-Pflicht. Bevor ein Kreditor eine Lastschrift an seine Bank sendet, muss er den Kunden über den Einzug informieren. Grundsätzlich gilt hier eine Frist von 14 Tagen vor dem Datum der Fälligkeit. Allerdings können Kreditor und Debitor (Das Business und du) eine kürzere Frist vereinbaren, was auch im Alltag meist so ist.

Entweder wird so eine Vorankündigung vor jedem Einzug fällig, oder bei wiederkehrenden Einzügen muss die ursprüngliche Vorankündigung die weiteren Fälligkeitstermine angeben.

Es gibt keine Regelung, wie genau diese Vorankündigung zugestellt werden muss. Manche Banken zeigen aber vor der Buchung vorangekündigte Lastschriften im Onlinebanking an. Mit den Daten der Vorankündigung ließe sich durchaus eine Warnung generieren, dass das Guthaben nicht ausreicht.

Andere Banken buchen Lastschriften auch mehrmals am Tag. Morgens reicht das Guthaben nicht aus, mittags geht Gehalt ein, abends kann die Lastschrift dann gebucht werden. In Abhängigkeit der Buchungsläufe bei der Solarisbank wäre eventuell auch denkbar, dass man eine Benachrichtigung beim Platzen der ersten Lastschrift bekommt, diese dann aber am selben Bankarbeitstag noch einmal wiederholt werden kann.

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@maxim und @Frnk: Sicher habt Ihr recht, es ist meine Verantwortung dafür sorge zu tragen, dass ausrechend Geld auf meinem Konto ist.
Jedoch wird mir bei meiner PSD-Bank, ohne Dispo, eine Überziehung ohne Rücksprache bis 10,00 Euro gewährt.
Normalerweise hatte ich bisher bei jeder Lastschrift eine Pushnachricht bekommen, wenn diese dem Konto belastet wird. Diese Nachricht bleibt scheinbar aus, wenn die Lastschrift nicht eingelöst werden kann. Bei mir kam erst Abends die Pushnachricht, dass die Lastschrift nicht eingelöst werden kann. Das finde ich sehr verärgerlich. Hätte ich z.B. um 11:00 Uhr die Nachricht bekommen, dann hätte ich auch aufs Konto gesehen und hätte die Möglichkeit gehabt, dass ich den Differenzbetrag von 0,51 Euro umbuche aus einem Poket. Wenn es die Pushnachricht bei Belastung geben würde, auch wenn die Einlösung nicht klappt, wäre es ideal. Bei mir gab es diese nicht.
Perfekt wäre, wenn Tomorrow den Kunden einen Tag vorher informiert. Bei meiner PSD-Bank kann ich alle Lastschriften in einem Unterpunkt in der App vor Abbuchung sehen. Die HVB zeigt es auch im Onlinebanking an.
Derartige Infos fehlen bei Tomorrow leider komplett.

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Oder wie hier im Forum schon mehrfach angemerkt wurde wie bei N26. Da kommt vormittags eine Push-Nachricht mit der Info, dass das Geld auf dem Konto nicht ausreicht und man noch bis 18 Uhr Geld auf das Konto einzahlen kann. Per Überweisung oder Cash26 in bar. Kurz nach 18 Uhr wird dann abgebucht. Genau das Vorgehen wünsche ich mir auch bei Tomorrow.

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Ich gebe dir da vorbehaltlos Recht. Das meinte ich an anderer Stelle, dass meines Erachtens der Erfolg von Tomorrow weniger an sehr vielen Features hängt sondern eher daran, die Pain-points derer zu eliminieren, die im Grunde bei einer ollen Bank wie der Postbank ohne fancy pockets zufrieden sind. Da gehört dann dazu, dass Lastschriften nicht wegen 0,52 Cents platzen – egal, wie die Lösung aussieht. Durch Duldung solcher geringer Überziehungen oder durch technische Lösungen wie Notifications.

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Verstehe ich ebenso. Seit der Ankündigung, kein kostenpflichtiges Konto mehr anzubieten, gleichzeitig aber weder Pockets mit IBAN noch Blitzüberweisungen anzubieten, bin ich auch am überlegen. Da kann ich dann lieber GLS oder Ethikbank unterstützen, die ja zumindest schon lange Zeit gezeigt haben, dass sie gutes tun.

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Für Bestandskunden stellt sich die Frage ja nicht. Die Konten werden zu den alten Konditionen weitergeführt.

Pockets und SCT Inst sprichst du zwei Features an, die ich nicht zu den „Pain-points“ zähle (Echtzeitüberweisung wäre ein persönlicher Pain-point für mich, aber ganz offensichtlich ist es nicht relevant für die Mehrheit. Die zwei mit Abstand größten Direktbanken ING und DKB unterstützen dieses aktuell nicht vollständig, und die ING schafft sogar deren Pocket-artige PFM-Funktion wieder ab, habe ich unlängst gelesen.) Und der Einstiegspreis wird bei Tomorrow unter dem Preis der GLS liegen. Ich sehe Tomorrow nicht in erster Linie als Konkurrenz zur GLS, sondern als nachhaltigere Alternative für die Kundengruppen von Postbank, ING, Comdirect und Consorsbank. Die Frage wäre eher: Genügt ein spezialisierter Anbieter mit einem Produkt (Zahlungsverkehrskonto) oder will ich einen Vollsortimenter mit Depot, Versicherungen, Baufinanzierung.

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DKB und IND sind für mich auch keine vergleichbaren Banken zu Tomorrow.
Ich muss @LKDWU zustimmen, Pockets weiter ohne eigene IBAN (zumindest 1 Poket) und auch keine Echtzeitüberweisung sind für mich echte „Pain-points“ bei den neuen Preis

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Mein Punkt war, dass ING und DKB mit Abstand zusammen die meisten Girokonten aller Direktbanken führen. Sie dienen deshalb als durchaus als Gradmesser dafür, welches Leistungsniveau bei Girokonten von einer Mehrheit der Direktbankenkund:innen als akzeptabel empfunden wird. Die Pain-points dieser Kundengruppe auszumerzen wäre mein Fokus.

(Ich persönlich vermisse Echtzeitüberweisungen sehr. Aber glaube ich, dass es die höchste Priorität aus Tomorrows Perspektive haben solle? Eher nicht.)

Die Frage stellt sich immer. A - wird das auch für Bestandskunden nicht von Dauer sein. B - sind das für mich totale Pain Points, weil ich bei vielen Händlern Skonto bekomme, die Zahlung dann aber instant da sein sollte.

Die Frage stellt sich, wenn sie sich stellt. Also meines Erachtens nicht immer. Es besteht kein akuter Handlungsbedarf. Du bist durch keine Fristen an irgendwas gebunden. Du kannst die Entscheidung, welches Konto für dich in zehn oder zwölf Monaten das beste ist, bis dahin aufschieben. Un du kannst auch heute nicht wissen, wie der Markt in zwölf Monaten aussieht. Der Entscheidungsdruck geht für Bestandskunden aktuell nicht von Tomorrow aus.

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Naja, ich gehe stark davon aus, dass das Invest-Feature oder alles, was irgendwie interessant wird, einen bestimmten Kontotyp voraussetzt. Das Free-Konto wird vermutlich nur das bleiben, was es ist, ohne kommende Updates. Und selbst wenn, wird da sicherlich alles fehlen, was interessant ist, damit du wechselst. Tust du das einmal, kommst du dann nicht mehr zurück.

Das ist wie mit der Impfpflicht aktuell. Klar gibt es die nicht, aber ohne Impfungen kannst du halt auch nicht am öffentlichen Leben teilnehmen in vielen Bereichen. Und so wirds auch mit dem Free-Konto. Du kannst es halt so lassen wie es ist, aber sicherlich sonst nichts mehr damit anstellen.

Aber wie du sagst… das kommt, wie es kommt. Nur bin ich nicht blöd und glaube, dass Free-Konto wäre auf Dauer wirklich free. Für die Bezahlvariante fehlt mir aber einfach zu viel. Habe mich gestern mal über die GLS informiert und das gefällt mir schonmal alles ganz gut. Über kurz oder lang geht das Hauptkonto also über und Tomorrow bleibt dann im Free-Status oder wird komplett gekündigt. Aber das Jahr warte ich noch ab, was kommt und sich ändert.

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Da ich als Moderator keinen gesteigerten Wert auf eine Diskussion zu diesem Thema lege (und schon gar nicht auf Moderation dessen), bitte ich darum, dass wir bestmöglich beim ursprünglichen Thema bleiben. Ich verstehe den Punkt, den du hiermit machen wolltest und hoffe, dass alle Mitlesenden ihn auch verstehen, ohne speziell weiter auf diese Thematik einzugehen.

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Ich finde schon. Hatte nach der Ankündigung direkt auf Free downgegraded, da ich nicht weiß, ob die Entwicklung die nächsten Monate genauso schleppend vorangeht wie bisher.

Bleibt dies der Fall, bin ich nicht bereit weiterhin die 5€ für Together zu bezahlen, daher der jetzige downgrade. Zukünftig habe ich ja nicht mehr die Möglichkeit auf das kostenlose Konto zu wechseln.

Falls sich in den nächsten Monaten Entwicklung und Features doch verbessern, zahle ich aber die „unter 10€“.

Da sind die Kunden jetzt schon im Zugzwang.

🪤

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