Kund*innen Zahl

Moin ihr Lieben. Es tut mir leid, dass wir uns hier gar nicht zu Wort gemeldet haben. Die letzten 1,5 Wochen waren turbulent und wir haben unsere Energie anderweitig eingebracht. Das hat jetzt erst mal nicht mit diesem Thema zu tun. Ich verspreche aber, dass ich mich kommende Woche noch mal ausführlich zu euren Fragen und dem Impact Projekt in Brasilien melde. Danke für eure Geduld! :pray:

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So. Was lange währt wird endlich gut.

Noch mal ausführlich zum Projekt in Brasilien:

Um dieses Projekt zu finanzieren werden CO2 Zertifikate ausgegeben, die wir kaufen & stilllegen. Das bedeutet wir nutzen die Kompensationsleistung nicht, sonder finanzieren nur das Projekt. Diese CO2 Zertifikate sind ausgelegt auf die Erstellung von Klimabilanz, die wie finanzielle Bilanzen auch jährlich erstellt werden, daher schützt ein Zertifikate die ausgegebene Fläche für jeweils ein Jahr.

Ein kurzes Rechenbeispiel: Sagen wir die eingesparte Menge CO2 dadurch, dass man die Bäume nicht abholzt und verbrennt, sondern stehen lässt, wären 3.000 Tonnen auf 30 Jahre. Dann würde man für ein solches Projekt diese Menge auf die einzelnen Jahre runter rechnen. Sprich hier würden 100 Zertifikate pro Jahr ausgegeben werden. Wir kaufen einen Teil dieser Zertifikate Jahr für Jahr. So schützen wir immer wieder die gleiche Waldfläche, deswegen die Ergänzung im Impact Board. Anders als andere Finanziererinnen, die diese Zertifiate kaufen um ihrern Fußabdruck zu kompensieren. Nutzen wir die Kompensationsrechte aber nicht, sondern legen diese still. Sprich es wird in Brasilien CO2 eingespart, aber hier bei uns nicht verbraucht. Dadurch generieren wir einen ganz klar positiven, additionalen & messbaren Impact. Das Projekt als ganzes ist somit langfristig angelegt und sichert die Unterstützung der Ribeirinhos für über 30 Jahre. Das heißt auch, wenn wir nicht mit jedem Kauf das Gebiet für 30 Jahre schützen sind wir Teil eines Zusammenspiels auf Finanzierinnen, Projektentwicklerinnen und Amazonasbewohner*innen, die sicherstellen, dass dieser Regenwaldabschnitt langfristig Bestand hat und nicht abgeholzt wird.

Abschließend könnte man sich noch Fragen: Wieso überhaupt Zertifikate kaufen & stilllegen? Ganz einfach: Den Preis für CO2 durch gesteigerte Nachfrage teurer machen und die Zertifikate bieten durch die umfangreiche Auditierung durch die unabhängigen Prüfstellen, wie bspw. den TÜV Nord oder die DNV eine Garantie für den Impact und einen Ausschluss einer Doppelzählung des Impacts. Es kann also nicht passieren, dass die Flächen die wir schützen ein anderer zur gleichen Zeit als seine CO2 Kompensation nutzt.

Alles in allem ist das ein „bulletproof“ System und wir wollen hier nichts verstecken oder verschleiern. Haben wir auch gar keinen Grund zu! Impact Measurement und gerade mit Bezug auf CO2 ist allerdings etwas erklärungsbedürftiger und wir probieren auf Website & Landing Pages alle unsere Kund*innen mit einfacher & verständlicher Sprache abzuholen, weshalb es sich für die, die sich stark mit dem Thema auseinandersetzen vielleicht manchmal zu oberflächlich anfühlt. Wir sprechen aber immer wieder für die wenigen besonders Interessierten bei den Impact MeetUps über solche Themen und stehen für Fragen offen. Sollte etwas unklar sein, können auch Mails an mich unter impact@tomorrow.one geschickt werden

Zu unserer Arbeit im Bereich Nachhaltigkeit:
→ Wir füllen stetig unser Team mit schlauen Köpfen, die sich nur mit dem Thema Nachhaltigkeit bei Tomorrow beschäftigen. Ehrlicherweise waren wir da natürlich nicht von Anfang an mit Expertinnen besetzt. Daher werden in Zukunft auch Stück für Stück alle Beiträge und Projekte unsererseits noch mal genauer aufgearbeitet und die Kommunikation auch überarbeitet.

Frohes Wochenende euch!

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Lieber Vinz,

ich schätze es, dass du hier so ausführlich zu dem Projekt Stellung beziehst. Leider ist die Anfrage für mich aber nicht beantwortet (es handelt sich mehr um Hintergründe zum Projekt).

Kann ich deinen Absatz „Zu unserer Arbeit im Bereich Nachhaltigkeit“ so verstehen, dass ihr einfach selbst nicht verstanden habt, dass es sich um eine jährliche Zahlung und nicht um eine Finanzierung für 30 Jahre gehandelt hat? Ist es korrekt, dass vor diesem Jahr Kunden an keiner Stelle darüber aufgeklärt wurden?
Alle älteren Artikel, die ich bei euch und auch bei Dritten zu dem Thema finde (gerne lass ich mich vom Gegenteil überzeugen), gehen davon aus, dass der generierte Impact für die Projektlaufzeit von 30 Jahren ist. Tomorrow hat so wie ich es sehe vor 2021 an keiner Stelle widersprochen, sondern alles einfach unkommentiert gelassen. (Siehe zum Beispiel bei Facebook die Kommentare, die explizit das fragen.)

Mal ganz unabhängig davon, ob das einfach Unwissenheit, ein großes Missverständnis oder (und das möchte ich euch nicht unterstellen und traue ich euch auch nicht zu) bewusste Täuschung war. Wie kann denn das Team nicht von Anfang an mit Expertinnen zu dem Thema besetzt gewesen sein? Es hätte ja eine „externer Beraterin“ gereicht. Wenn eine Bank ihr primäres Eigenständigkeitsmerkmal in der Nachhaltigkeit sieht, dass muss gerade dieser Aspekt für mich solide sein - von Anfang an und ohne Kompromisse.

Es tut mir leid, dass ich da jetzt so nachbohre. Ich finde aber es macht einen erheblichen Unterschied, ob ein Beitrag für ein Jahr oder für 30 Jahre ist (also genau genommen ist der Impact sonst 30 Mal kleiner :nerd_face:). Wenn Tomorrow das anfangs nicht verstanden hat oder falsch kommuniziert hat (und du darfst mich gerne eines besseren belehren), dann finde ich, dass a) eine solide Entschuldigung und/oder - noch besser - b) eine Nachzahlung fällig ist, damit der Impact so ausfällt wie den Kunden ursprünglich kommuniziert (und zumindest ich verstehe es eben so, dass der Impact früher als für 30 Jahre gültig kommuniziert wurde).

Mittlerweile gibt es ja eine Notiz in der App, jetzt ist es für mich in Ordnung, wenn nur jährlich kompensiert wird. Essentiell ist für mich eine wahrheitsgemäße Kommunikation dessen, was wann und wie passiert. Wobei ich sagen muss, dass ich die Kommunikation auch wirklich nur in der App im Moment für angemessen halte („Wir stellen sicher, dass der Wald und seine Bäume für jeweils ein Jahr geschützt sind.“). Mal abgesehen von diesem nach wie vor abrufbaren Blogbeitrag finde ich auch die Information auf eurer aktuellen(!) Hauptinformationsseite unter „Impact -› Jeden Tag Klimaschutz“ unzureichend. Dort steht unter „Wie berechnen sich die Zahlen“: „Jeder Euro, der von Tomorrow an das Projekt geht, sorgt dafür, dass 200 kg CO₂ pro Jahr gebunden werden.“ Natürlich kann man jetzt sagen: ja gut, hier steht wenigstens nichts davon, wie lange das der Fall ist. Aber wenn ich „es werden 200 kg CO₂ pro Jahr gebunden“ höre, verstehe zumindest ich nicht „es werden 200 kg CO₂ für ein Jahr gebunden“.

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Vielen Dank, Dominik1. Wollte eine ähnliche Antwort formulieren, hätte es aber nicht so schön hinbekommen wie Du. Beim ersten lesen von Vinz’ Erklärung dachte ich noch: joah, hört sich irgendwie rund an. Hab dann nochmals drüber nachgedacht und muss leider sagen, dass für mich der Widerspruch noch nicht ganz aufgeklärt ist. Ich bin auch immer von den 30 Jahren ausgegangen und finde auch, dass man das aus den Aussagen von Tomorrow durchaus so rauslesen kann. Und gerade das Thema „Nachhaltigkeit“ und „Bäume / Urwald schützen“ sind doch gerade die Kernkompetenzen von Tomorrow, die den Unterschied zu anderen Banken (ja, ich weiß, Tomorrow ist keine Bank, aber für uns als Nutzer (die weder Juristen sind noch aus der Finanzwelt kommen) ist es doch mal so: ein Unternehmen, bei dem ich ein Konto führen kann, ist eine Bank) darstellt und von Anfang an darstellen sollte. Also, dass Tomorrow gerade in diesem Bereich am Anfang nicht stark aufgestellt war, das mag ich einfach nicht glauben. Und Louisa hat es dann ja auch so dargestellt, wie wenn es doch ganz klar wäre, dass nur auf Jahresbasis gerechnet wird. Mir war das zugegebenermaßen nicht klar. Und ich finde, dass Tomorrow dies wirklich sehr unklar formuliert hat. Immerhin ist der Tracker in der App jetzt angepasst. Aber weder die Ausführungen von Louisa noch die Ausführungen von Vinz finde ich dahingehend hilfreich zu erklären, warum anfangs die „30 Jahre“ so prominent benannt wurden. Ich will Tomorrow wirklich nichts unterstellen, halte Tomorrow nach wie vor für einen tollen Laden, aber ein bisschen veräppelt kommt man sich jetzt im Nachhinein schon vor.
So, wie dem auch sei. Allen einen schönen Sonntag

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Stimme euch beiden voll zu! Könnte ich nicht besser formulieren. Und da Tomorrow bei jeder Gelegenheit betont wie wichtig ihnen Transparenz sei, finde ich das ganze schon ziemlich schwerwiegend

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Das ist so nicht richtig. Wir haben mit ClimatePartner sehr wohl einen sehr kompetenten (externen) Partner an der Seite. In der Kommunikation habe ich in der Vergangenheit immer sehr transparent die Projekt-spezifischen Links auch hier öffentlich und indexiert freigegeben. Dass bei Tomorrow zu früheren Zeitpunkten nicht immer das gleiche Maß an Expertise, wie bspw. bei Climate Partner, vorhanden war, sollte eigentlich nicht zur Überraschung führen. Wir kooperieren ja im Banking-Bereich auch mit der Solarisbank und kaufen uns diese Expertise zu.

Ich habe mir auch den ursprünglichen, ausführlichen, Artikel noch einmal angesehen. Ich kann daran nachvollziehen, dass der Eindruck entstehen könnte. Das Missverständnis etnstand vermutlich im 2. Satz unseres ersten Blog-Artikels vom 8. Feb. 2019: „Diese Zahlen beziehen sich auf eine Laufzeit von weiteren 30 Jahren. Die Flächen werden dementsprechend durch Euer Geld garantiert bis 2049 geschützt.“ Dort steht aber auch eindeutig, dass es sich hier um eine Laufzeit des Projekts von 30 Jahren handelt.
Uns ist natürlich wichtig, dass das Thema richtig verstanden wird. An diesen feinen Details arbeiten inzwischen zwei sehr kluge Köpfe bei uns. Dass nicht über Nacht alles perfekt ist, müsst ihr wohl hinnehmen. Wir sind uns der Kommunikation aber sehr bewusst und geben unser bestes, hier keine Missverständnisse aufkommen zu lassen.

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Ich verstehe es jetzt immernoch nicht. Schützen wir jetzt die Flächen nur für ein Jahr? Dann ist die Aussage „Die Flächen werden dementsprechend durch Euer Geld garantiert bis 2049 geschützt.“ eindeutig falsch. Mir leuchtet absolut nicht ein, wo die 30 Jahre herkommen. Wird mit einem Euro von Tomorrow ein Teil Wald für 30 Jahre geschützt und mir aber 30 Jahre lang ein Dreißigstel pro Jahr angerechnet? Für mich ist die Erklärung einfach noch völlig schwammig. Und von einfacher Sprache, sodass es jeder versteht, sind wir noch extrem weit weg.

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Ich habe es so verstanden, dass dieses Projekt von Climate Partner auf 30 Jahre ausgelegt ist. Wahrscheinlich ist über irgendwelche Vertäge festgehalten, dass die Parzellen in den nächsten 30 Jahren gekauft werden können und dadurch geschützt sind.

Die sehr kleine interchange fee reicht nicht aus um einen qm2 für 30 Jahre zu schützen, sondern für ein Jahr.
Ob jetzt aber die Parzellen einzeln direkt für 30 Jahre gekauft werden und dann durch die interchange fee jährlich finanziert werden oder ob Parzellen immer nur für ein Jahr gekauft werden ist unverständlich. Wie genau läuft dieser „Kauf“ ab?

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Ihr wollt es ja sehr genau wissen … :wink:

Das Ganze wird über Zertifikate abgewickelt, wie @Vinz schon erklärte. Die Zertifikate haben einen Preis (Euro) und einen Gegenwert (Wald) - was an Interchange reinkommt, wird anteilsmäßig an Zertifikaten gekauft (nicht zu 100% wenn ich das richtig verstanden habe).

Zertifikate gelten 1 Jahr, das Projekt ist auf 30 Jahre angelegt (und sicherlich nicht nur von Tomorrow finanziert).

Mir ist das relativ egal wie es genau abläuft, und welcher Baum genau durch meinen Einkauf geschützt wird.
Geld gegen Waldschutz, angelegt für 30 Jahre - das genügt mir, der Rest ist Vertrauen.

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Ich denke, man muss zuerst einmal das Thema Zertifikatehandel gesondert verstehen: Der Zertifikatehandel ist ja eine Handelsbörse, über die CO2-Erzeuger ihren Ausstoß kompensieren. Kann man sich auch wie die Stromrechnung vorstellen: Wer mehr Strom verbraucht, hat höhere Stromkosten. Wer mehr CO2 verbraucht, hat höhere „CO2-Verbrauchskosten“. Natürlich wird Strom und CO2 laufend verbraucht. Es fallen laufende Kosten dafür an. Zertifikate für CO2-Kompensation sind also Mengen-bezogene Abgeltungsleistungen, nicht zeitbasierte Schutzverträge, und müssen jährlich erneuert werden, so wie man am Jahresende die Abschlussrechnung über den Stromverbrauch bekommt.

Im nächsten Schritt kann man sich ansehen, was Climate Partner mit dem Geld macht. Hier scheint mir dieser Hinweis wichtig: „Die örtlichen Landnutzungsrechte sind gesetzlich schlecht geregelt.“ – Das Land vor Abholzung zu schützen, ist ein laufender Aufwand. Climate Partner bzw. deren Projektpartner kauft das Land nicht und dann ist alles gut. Der Regenwald bekommt vielmehr einen Babysitter.

Kurz zurück zu den CO2-Zertifikaten: Die CO2-Speicherkapazität des Regenwaldes lässt sich berechnen. Für das Projekt gibt Climate Partner 145.000 Tonnen pro Jahr an.

Jetzt wird’s ein bisschen tricky. Wir wissen nun, was die jährliche C02-Speicherleistung des Regenwaldes ist. Wir wissen ebenfalls, was CO2-Zertifikate auf dem Markt kosten. Was man davon ableiten kann ist, welche Einnahmen sich aus dem Zertifikatehandel mit diesem Stück Regenwald erwirtschaften lassen. Was sich nicht ableiten lässt: was der Erhalt dieses Regenwaldes eigentlich kostet. Man weiß lediglich, wie viel Geld man dafür übrig hat, und dann im Sinn des Projekts investieren kann. Es gibt keinen direkten Bezug zwischen CO2-Zertifikatepreis und Schutzdauer eines Quadratmeters. Nur solange es den Wald gibt, kann man die Zertifikate verkaufen, die dann eine Laufzeit eines Jahres haben.

Was macht Climate Partner also nun mit dem Geld? Neben der Projektbeschreibung und dem, was ich mit Babysitting umschrieben habe, gibt hier die Liste „Beitrag zu den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs)“ Auskunft. Zum Beispiel: „Kein Hunger –
Anlegen von Gemüsegärten, Fischzuchtbecken und Geflügelfarmen. Imkereikurse ermöglichen zusätzliches Einkommen (z.B. Verkauf von Honig).“ Das ist also klassische Entwicklungshilfe, nicht der massenhafte Aufkauf von Waldfläche, wo man dann ein Schild „Abholzen Verboten“ dran macht.

Erhalt von Regenwald und der Verkauf der daran gebundenen CO2-Zertifikate ist also ein Finanzierungsweg für das Projekt. Die CO2-Zertifikate müssen laufend erneuert werden, und so ist das bei gleichzeitigem Erhalt des Waldes eine nachhaltige Finanzierungsgrundlage. Der Wald ist also die Cash cow fürs Projekt.

Jetzt kommt noch ein Kniff: Die Zertifikate sind ja eigentlich für die Kompensation tatsächlichen CO2-Ausstoßes gedacht. Tomorrow kauft die Zertifikate nun auf, aber kompensiert damit nichts. Ein Plus in der Klimabilanz, und nicht ein auf Nullsumme zielender Ausgleich.

Ergänzung: Ein weiterer Punkt fällt mir ein. Die kumulative Darstellung einer Quadratkilometeranzahl. Das ist in der Tat nochmal um die Ecke gedacht. Wie ganz zu Anfang beschrieben geht es um Zertifikate, die nach CO2-Speicherleistung einer Waldgröße X pro Jahr angegeben werden. Rechnerisch ist die Waldgröße X eine andere Maßzahl für CO2-Menge. Durch die Verstoffwechselung von C02 durch den Wald wird CO2 ja tatsächlich „verbraucht“, oder besser, gebunden. Sagen wir, der Einfachheit halber, dauerhaft, solange niemand die Holzkohle aus Bäumen des Waldes verbrennt. Diese CO2-Bindungsleistung kumuliert sich mit dem Fortbestand des Waldes.

  • Laufzeit der Zertifikate 1 Jahr
  • CO2-Speicherkapazität je Waldgröße X pro Jahr → kumulierte Speicherleistung
  • dadurch „geschützte Waldgröße X“ austauschbare Maßzahl für Angabe der Speicherleistung in CO2
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Für mich steht damit immer noch die Falschaussage Tomorrows im Raum, dass mit meinem Geld die angegebene Waldfläche für 30 Jahre geschützt wird. „Die Flächen werden dementsprechend durch Euer Geld garantiert bis 2049 geschützt.“ Wenn ich heute aufhöre, mit Tomorrow zu bezahlen, wird nach Ablauf eines Jahres durch mich kein Wald mehr geschützt. Wenn Tomorrow heute zahlungsunfähig wird, ist der Wald NICHT bis 2049 geschützt. Und schon gar nicht durch „Euer Geld“. Es ist nicht unklar ausgedrückt, sondern eindeutig unwahr.

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Das stimmt, es wird schon irgendwie impliziert, dass die Schutzdauer eine direkte Folge des Beitrags ist. Allerdings ist es so, dass die Projektlaufzeit (Schutzdauer) unabhängig von der prozentualen Beteiligung durch die Tomorrow-Interchange-Spende ist.

Es trifft beides zu:

  • Der Wald wird garantiert bis 2049 geschützt.
  • Tomorrows Interchange-Spende („Euer Geld“) ist Teil dieser Finanzierung.

Der Waldschutz wird aber nicht erst möglich, weil Tomorrow hier Geld ausgibt. Er wird möglich, weil durch den CO2-Zertifikatehandel die wirtschaftliche Grundlage geschaffen wurde.

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