Anlagekriterien

Hallo,
ich habe mir die Anlagekriterien auf der Seite von Tomorrow mal genauer angesehen.
Was ich nicht gefunden habe:
Wie ist die Position z. B. zu verbrauchender Embryonenforschung, aber auch zu Abtreibung etc.?
Das wäre für die Frage der Nachhaltigkeit und Ethik wichtig zu wissen.

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Hi @Aaron, danke für Deinen Beitrag erst mal. In folgendem Post ging es schon ein wenig um Anlagekriterien, wenn auch um eine ganz andere Form der Forschung/Medizin.

Ich zitiere dazu gerne noch mal mein Statement hier:

Wie auch bei Homöopathie ist die Embryonenforschung daher erst mal nicht relevant für uns bei der Verleihung von Kund*innendepositen. Die gesamte Kommunikation zu unseren Investmentkriterien wird aber noch mal ganz frisch aufgerollt werden mit dem Start unseres eigenen Investmentprodukts. Da wirst Du dann in Kürze noch viel mehr dazu erfahren.

Ich hoffe, das hat Dir erst mal einen ersten Einblick in unsere Arbeit gegeben.

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D.h. genannte Punkte sind auch keine Ausschlusskriterien?
Oft verbirgt sich das ja hinter Begriffen der Gesundheit, im Speziellen der sog. „reproduktiven Gesundheit“.

Danke für die Verlinkung!

Ich denke das entscheidende bei Tomorrow ist der Umwelt-/Klimaschutz. Die von dir angefragten Themen gehören eher in den Bereich Weltanschauung und sollten daher auch keine Kriterien für Tomorrow sein. Wenn dir das wichtig ist, bist du eventuell bei einem katholischen Geldhaus besser aufgehoben.

Was hat das denn jetzt mit katholisch zu tun?
Ich dachte, es ginge hier um Nachhaltigkeit?!
:thinking:

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Wo ist hier der Zusammenhang mit der Nachhaltigkeit?

Verbrauchende Embryonenforschung ist ja kaum nachhaltig.

Der Begriff der „Nachhaltigkeit“ ist nicht ökologisch-eindimensional, sondern fußt auch auf gesellschaftlichen wie wirtschaftlichen Themen. Solche Themen gehören meiner Meinung nach durchaus zum Diskurs dazu.

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Katholisch alleine deshalb, weil die römisch-katholische Kirche eine eindeutig ablehnende Haltung gegenüber diesen Themen vertritt und daher sicher auch zugehörige Geldhäuser hier einen ethischen Schwerpunkt setzen dürften. Ich wollte dir natürlich keine Nähe zu dem Verein unterstellen.

Spätestens beim genannten Thema „Abtreibung“ ist für mich die Grenze zu einer weltanschaulichen Diskussion überschritten und hat nichts mehr mit einer objektiven Diskussion des Themas „Nachhaltigkeit“ zu tun.

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Warum sollte man denn nicht objektiv über dieses Thema reden dürfen? Völlig unabhängig davon, was der persönliche Standpunkt ist, klingt das für mich so, als würdest du jeglichem Diskurs über dieses Thema negativ gegenüber stehen.
Sorry wenn ich das vielleicht falsch verstehe, geh gerne genauer darauf ein. :slight_smile:

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Ich habe kein Problem mit dem Diskurs an sich (auch wenn der erfahrungsgemäß wenig bringt, da die Positionen an beiden Enden zumeist sehr eindeutig sind und da wenig Raum für echten Austausch besteht).
Mein Problem ist schlichtweg die Frage, ob solch ein eindeutig weltanschaulich belegtes Thema für Tomorrow (unabhängig davon, dass es ja scheinbar aktuell nicht relevant ist, wenn ich die Aussagen von @Vinz richtig deute) überhaupt ein Anlagekriterium sein kann, da die Kundschaft nun einmal weltanschaulich divers sein dürfte. Jede eindeutige Positionierung bedeutet hier ja zwangsläufig eine Einengung des Kundenkreises.

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Genau dieses Gefühl habe ich leider auch. Man möchte nicht drüber diskutieren, also kommt der Stempel „Weltanschauung“ drauf und weg damit.

Puuh, wenn wir jetzt von einem rein (oder von mir aus überwiegend) ökologisch nachhaltigem Grundsatz weggehen und auch ökonomische und soziale Nachhaltigkeit betrachten, wird die Diskussion niemals zu Ergebnissen führen können. Dann kann man sich auch hinstellen und sagen, dass Tomorrow in Rüstung und Pharma-Konzerne investieren soll, weil das ökonomisch nachhaltig ist.
Meiner Meinung nach bezieht sich Nachhaltigkeit bei Tomorrow (fast ausschließich) auf die ökologische. Damit werben sie, das erwarte ich als Kunde, und wer andere Ansprüche hat, kann zu sozialen Banken, oder solchen mit hoher Rendite durch fragwürdige Anlagen gehen, solche gibt es ja auch.

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Sure, Tomorrow stellt natürlich die ökologische Dimension in den Vordergrund. Dennoch kann man diese Thematiken in den Diskurs mit aufnehmen, die Bereiche sind schließlich untereinander vernetzt. Immerhin ist Tomorrow als „Banking-Firma“ selbst in der Wirtschaft tätig.

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Ganz so wenig behauptet Tomorrow ja eben nicht. „Einige Branchen und Geschäftsfelder schließen wir im Vornherein aus, weil sie im Kern schädlich für uns Menschen und unsere Erde sind.“
Verbrauchende Embryonenforschung, um wieder das Beispiel zunehmen, fällt ja augenscheinlich darunter. Ich finde die Nachfrage da schon berechtigt, wenn man diese Maßstäbe ansetzt.

Moment, das habe ich auch nicht gesagt. Meine Frage war nur eine Reaktion auf den Beitrag zuvor. Ich möchte gerne eine Begründung zu den Themen haben.

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Auf welche Nachhaltigkeit beziehst du das? Ökologisch und ökonomisch schließe ich, nachdem ich mich zu dem Thema belesen habe, aus. Und wenn es sich nicht darauf bezieht, sondern auf die ethische, soziale Komponente, gibt es viele verschiedene Meinungen und Tomorrow hat ja bereits gesagt, dass solche Werte aktuell nicht relevant für die Anlage der Gelder ist.

Nochmal: Tomorrow möchte nach eigenen Angaben Geschäftsfelder ausschließen, die im Kern für Menschen schädlich sind. Dann zu sagen, dass die benannten Gebiete irrelevant seien, ist widersprüchlich.
Sofern sich Ökologie auf das Zusammenwirken der Lebewesen bezieht, ist doch der Mensch auch miteinzubeziehen.

Ich denke, Tomorrow beschäftigt sich bisher nicht mit diesen Themen, weil die Anlagesumme so klein ist, dass noch über jede Investition individuell entschieden wird. Und das Muster der bisherigen Investitionen legt nahe, dass diese moralischen Fragen in nächster Zeit nicht relevant sein werden, weil Tomorrow nicht im zb medizinischen Bereich investiert sondern in eher typischere Umweltsachen wie Windräder.

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