CO2-Kompensation mit Tomorrow Zero

Die Kompensation des durchschnittlichen CO2-Fußabdrucks mit Zero ist sicher eine sehr gute Sache. Für die CO2-Kompensation nutzt Tomorrow derzeit drei verschiedene Projekte, die auf der Website von Tomorrow im Überblick beschrieben sind. Es handelt sich um zertifizierte Projekte, die über ClimatePartner abgewickelt werden. Darüber hinausgehende Informationen stehen hier nicht zu Verfügung.

Vielleicht könnte die Attraktivität von Tomorrow Zero gesteigert werden, wenn es gelingen würde, Projektpartner zu finden, deren Projekte eine sehr hohe Transparenz aufweisen und über die eine hohe emotionale Verbundenheit zwischen den Zero-User*innen und den Projekten hergestellt werden kann, die zur CO2-Kompensation dienen. Dies könnte ein USP von Tomorrow bei der CO2-Kompensation sein.

Konkret könnte ich mir dabei eine z.B. eine Zusammenarbeit mit Africa GreenTec vorstellen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, sauberen Strom in die ärmsten Länder Afrikas zu bringen.
Lesenswert und sehr berührend ist der Jahresrückblick des Gründers Torsten Schreiber. https://www.africagreentec.com/africa-greentec-jahresrueckblick-2020-mit-torsten-schreiber/

Aus meiner Sicht würde diese Firma mit ihrer Grundeinstellung und mit ihren Zielen sehr gut zu Tomorrow passen. Es müsste natürlich geprüft werden, ob die CO2-Kompensation über einen solchen Projektpartner zur Kostenstruktur von Tomorrow Zero passt.
Natürlich könnte es auch andere Projektpartner geben, die ähnlich gut zu den Idealen von Tomorrow passen.

Lasst uns mal darüber diskutieren, ob das die Attraktivität von Tomorrow Zero erhöhen könnte.
Was denkt Ihr?

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Ich finde die Idee tatsächlich nicht schlecht, dass man die Projektauswahl beeinflussen kann. Jetzt nicht konkret in Bezug auf das von dir vorgeschlagene Projekt, aber ähnlich, wie man bei manchen Investments steuern kann, in welchen Branchen/Regionen man investieren will. So könnte man vielleicht seine Präferenzen voreinstellen, und die Kompensation fließt dann eben in Biogas, Meerschutz, Trinkwasser, Solar, Wald, Wasserkraft …

Ich bin allerdings skeptisch, wie praktikabel das am Ende ist. Tomorrow braucht ja einen bestimmten Mix an möglichst gut zertifizierten Projekten, die zu einem bestimmten Preis eine bestimmte CO2-Kompensation gewährleisten. Mit der Projektauswahl ist das ja alles Schwankungen unterlegen und der Verwaltungsaufwand (Kosten) steigt.

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Hallo Frnk,
vielen Dank für Deine Antwort. Bei meinen Gedanken ging es mir weniger darum Projekte nach persönlichen Präferenzen auswählen zu können (was sicher auch gut wäre) sondern eher um Projektpartner, die den Zero-Kund*innen eine hohe Transparenz über die Projekte bietet, die dadurch finanziert werden. Ich denke, dass insbesondere dadurch eine höhere emotionale Bindung hergestellt und damit Zero noch attraktiver werden könnte.

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Zwei Punkte: Bei solchen sporadischen „Kleckerbeträgen“ steigt natürlich der Verwaltungsaufwand – wenn nicht bei Tomorrow selbst dann beim Ausgleichspartner – der das dann wiederum doch Tomorrow in Rechnung stellen würde. Aktuell sind die Preise ja nicht tagesaktuell sondern man hat mit dem Partner für die Kompensation einen Paketpreis geschnürt. Und hier ist keine digitale CO2-Ausgleichsbörse angebunden, die man auch erstmal technisch auf die Beine stellen müsste.

Zweitens: Wie geht man damit um, dass bei Zero für 5 Euro 11 Tonnen, bei dem individuellen Ausgleich für 6 Euro vielleicht nur 9 Tonnen kompensiert werden?

Denkst du nicht, Tomorrow hätte bei so einem Modell das Problem, die Preise für Zero und die individuelle Teilkompensation sinnvoll gegenüber zu stellen? Kunden, die kein geteiltes Konto wollen, bleiben beim Basiskonto, das für Tomorrow Kostentreiber ist, gleichen womöglich für 6 Euro monatlich weniger als 11 Tonnen aus und Tomorrow verdient an diesen 6 Euro erst einmal nichts, weil das natürlich in den Ausgleich fließen müsste. Gleichzeitig entstünde natürlich der Aufwand der Abwicklung, Support, usw. – keine großen Beträge, aber unterm Strich doch Aufwand.

Oder soll Tomorrow hier eine Provision verdienen und eine Gebühr für den Verwaltungs- und Abwicklungsaufwand? Ich sehe noch nicht, wie Tomorrow mit einem solchen Modell ein ökonomisch nachhaltiges Angebot auf die Beine stellen kann.

Ich bin nicht gegen die individuelle Kompensation, wenn das z.B. an bestimmte logische Ereignisse wie einen Benzin-Umsatz, ein Flugticket oder die vielleicht in Zukunft kommende Fußabdrucksanalyse anhand der Kontoumsätze gebunden ist.

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